Im Mittelpunkt des Facelifts steht dabei die prämierte ForageCam (siehe Artikel: „Innovation Award Agritechnica 2025: Zwei Goldmedaille und 22 Silbermedaillen für Neuheiten (Teil 2)”), die den Gutstrom im Auswurfkrümmer kontinuierlich überwacht und die Qualität der Kornaufbereitung in Echtzeit analysiert. Die ab September 2026 erhältliche Kameralösung erfasst den Anteil vollständig aufgeschlossener Maiskörner während des Häckselprozesses und auf Basis dieser Daten passt das System die Einstellungen des Körnerprozessors automatisch an. Als Ergebnis wird eine gleichbleibende Häckselqualität bei wechselnden Erntebedingungen angestrebt, verbunden mit einer Reduzierung von Kraftstoffverbrauch, Verschleiß und Nachbearbeitungsaufwand. Besonders in großflächigen Silageketten gewinne die automatische Anpassung der Prozessparameter an Bedeutung, da sie die Fahrenden entlasten und Schwankungen in der Futterqualität minimieren kann.
Die fünf Modelle der New Holland FR Forage Cruiser decken ein Leistungsspektrum von 350/476 bis 670/911 kW/PS (maximale Motorleistung laut New Holland nach ISO TR14396) ab und richten sich weiterhin an professionelle Futterbaubetriebe sowie Lohnunternehmen mit hohen Durchsatzanforderungen. Neben der kamerabasierten Qualitätsüberwachung wurden auch konstruktive Änderungen im Bereich des Erntegutflusses vorgenommen. Ein neues Wassereinspritzsystem unterstützt den Materialtransport bei feuchten oder stark haftenden Erntegütern und soll Ablagerungen innerhalb des Gutkanals reduzieren. Dadurch lasse sich insbesondere bei Gras- und Ganzpflanzensilage ein konstanter Gutfluss aufrechterhalten.
Auch die Big Drum Pro Maispflücker der New Holland FR Forage Cruiser wurden überarbeitet. Im Fokus standen dabei Transport- und Bedienkomfort sowie eine schnellere Anpassung zwischen Straßen- und Feldeinsatz. Die neuen Funktionen ComfortRide und ComfortProtect, verfügbar zur Maisernte 2026, ermöglichen eine automatische Umschaltung relevanter Betriebsmodi direkt aus der Kabine, wodurch Rüstzeiten verkürzt und die Manövrierbarkeit verbessert werden sollen.
Parallel dazu wird die digitale Anbindung der Maschinen erweitert. Felddaten lassen sich künftig gezielt aus der Plattform FieldOps exportieren, um sie beispielsweise für Beratung oder Betriebsdokumentation weiterzuverwenden. Zusätzlich unterstützt das System die Erstellung von Feldgrenzen auf Basis von Satellitenbildern.