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DKE entwickelt herstellerübergreifende Datendrehscheibe

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Artikel eingestellt am:
01.6.2016, 7:28

Quelle:
ltm-ME, Bild: DKE GmbH
www.dke-data.com

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Mit der Entwicklung eines neuen, herstellerunabhängigen Daten-Hubs hat es sich die DKE GmbH (Digitale Kommunikation und Entwicklung) aus Osnabrück zur Aufgabe gemacht, den Datenaustausch beispielsweise zwischen Maschinen und Software-Produkten verschiedener Hersteller zu vereinfachen respektive zu ermöglichen. Die öffentliche Vorstellung der Daten-Drehscheibe soll auf der Agritechnica 2017 stattfinden.

DKE erläutert anhand dreier Beispiele die Idee dieses sicheren und produktübergreifenden Datentransports. Lenksysteme arbeiten beispielsweise mit AB-Linien, die die genaue Bewirtschaftung des Ackers ermöglichen. Es ist zwar möglich, diese abzuspeichern und immer wieder mit dem erstellenden Lenksystem zu nutzen, allerdings ist die Nutzung nur bedingt mit einer anderen Maschine möglich. An dieser Stelle tritt der DKE Daten-Hub in Erscheinung: Die Lenksystemdaten werden überprüft, auf einem Server zwischengespeichert und (nach Autorisierung) einer anderen Maschine respektive einer App zur Verfügung gestellt und wieder vom Server entfernt. Durch die vorige Überprüfung wird sichergestellt, das der Empfänger der Daten diese auch verwenden kann und durch die Verschlüsselung, dass die Daten sicher bleiben. Eine mögliche andere Anwendung sind auch Wetterdaten, also Feuchte und Temperatur sowie Daten, die Dokumentationszwecken dienen, die auf dem Feld von einer Landmaschine gemessen wurden und im Büro zum Beispiel mit einer Farm-Management-Software weiter bearbeitet werden müssen.

Getragen wird der Ansatz von einem für weitere Mitglieder offenen Konsortium namhafter Agrartechnik-Hersteller: AGCO, Amazone, Grimme, Horsch, Krone Kuhn, Lemken, Pöttinger, Rauch und SDF (Stand: März 2016, alphabetische Reihenfolge), weitere Hersteller werden sicherlich folgen. Alle Hersteller landtechnischer Maschinen, die in der Lage sind, Daten elektronisch zu erzeugen oder zu verarbeiten, können laut DKE Gesellschafter von Data-Hub werden und sich so an der Entwicklung und Gestaltung der Daten-Drehscheibe beteiligen. Einzige Voraussetzung dafür ist, sich wie die Gründungsmitglieder an dem Konsortium zu beteiligen und so die Idee einer offenen, herstellerübergreifenden Plattform voranzutreiben.

Die DKE GmbH betrachtet sich als „Datenspediteur“, sie nimmt die Daten entgegen, überprüft, ob diese nutzbar sind, übersetzt gegebenenfalls und transportiert die Daten sicher an den Zielort. Der Landwirt oder Lohnunternehmer bleibt durchweg Herr seiner Daten und bestimmt, wer diese nutzen darf. Für Landwirte und Lohnunternehmer ist die Nutzung des neuen Daten-Hubs nach Unternehmensangaben kostenfrei, weil sich der Datentransport aus Beiträgen der Landtechnikhersteller, App-Entwickler und anderer Dienstleister finanziert. Das jeweilige finanzielle Engagement an der Entwicklung der Datendrehscheibe errechnet sich laut DKE aus dem Umsatz des Unternehmens, erhöht allerdings nicht die Stimmen in den Entscheidungsgremien, um echte Neutralität gegenüber allen Kunden zu gewährleisten, die ab Ende 2017 ihre Daten über die Datendrehscheibe transportieren.

DKE ist überzeugt, dass Landtechnikhersteller, App-Entwickler, Landwirte sowie Lohnunternehmer gleichermaßen vom diskriminierungsfreien Datenaustausch der Datendrehscheibe profitieren werden. Landwirte und Lohnunternehmer können ihre Produktionsprozesse optimieren sowie Wissen und Kreativität der vielen landwirtschaftlich interessierten Programmierer und Entwickler nutzen, die wiederum einfacheren Zugriff auf die Maschinendaten haben. Und Landtechnikhersteller können ihre Entwicklungsressourcen besser bündeln. Die teilnehmenden Landtechnikhersteller finanzieren übrigens nicht nur die Entwicklung dieser neutralen Datendrehscheibe, sie befähigen ihre Maschinen auch dazu, Daten mit der Datendrehscheibe bidirektional auszutauschen.

Um Konvertierungsprobleme in Zukunft zu vermeiden, wird sich der Datenaustausch der DKE Datendrehscheibe an ein einsehbares Regelwerk (Data-Hub Wiki-Normia) halten und damit auch unabhängigen App-Entwicklern die Möglichkeit eröffnen, Landtechnik-Apps zu entwickeln.

Die DKE GmbH unterstreicht des Weiteren, dass alle Aktivitäten den aktuellen Datenschutzrichtlinien entsprechen, konform mit dem jeweiligen Länderrecht sind und sicherheitstechnisch wesentlich weiter gehen. Die Speicherung der Daten findet nur kurzfristig während des Transports statt.

Autorin: Magdalena Esterer

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