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Oldtimer-Traktorentreffen im Salzburger Freilichtmuseum – ein Fest für die ganze Familie

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Es gibt wohl kaum einen Ort, der eine bessere Kulisse für ein Treffen historischer Traktoren abgeben würde als ein Bauernhofmuseum. So dachten wohl viele und sorgten für einen regelrechten Ansturm auf das 5. Oldtimer-Traktorentreffen im Salzburger Freilichtmuseum am 12. Juli 2009, bei dem nicht weniger als 316 Oldtimer-Traktoren und -Landmaschinen sowie gut 4.000 Besucher gezählt werden konnten.

... das Aussehen von Kühler- und Motorverkleidung, wie etwa beim bekannten 11er Deutz, mit dem der Primus P 11 Pony den Motor gemein hatte, eher als funktional und zweckmäßig bezeichnet werden konnte.
In den 1950er und 1960er Jahren hatte Eicher in Oberbayern und auch in den grenznahen Gebieten Österreichs einen respektablen Marktanteil. Kein Wunder, dass beim Schleppertreffen im Salzburger Freilichtmuseum die Traktoren aus Forstern recht gut vertreten waren. Angefangen bei den diversen 1-Zylinder-Modellen...
... bis hin zur Eicher-Raubtierserie, wie etwa diesem Panther, Eichers einzigem als Tragschlepper konzipierten Traktormodell.
Mit dem 15 PS starken F 1 L 514, dem Nachfolger des 11-PS-Bauernschleppers, startete bei Deutz 1950 der Bau von Traktoren mit luftgekühlten Dieselmotoren.
Ab 1956 wurde bei IHC in Neuss die erfolgreiche D-Serie produziert. Der D 439 mit 39 PS ergänzte die Baureihe 1962 nach oben und verfügte über die 2-fach-Lastschaltung Agriomatic, die einen Wechsel von der Acker- in die Straßengruppe sowie das Anfahren und Anhalten ohne Kupplungsbetätigung ermöglichte.
Die MAN-M-Motoren galten als sparsam und laufruhig, die Traktoren insgesamt als solide und robust und mit ihrem Allradantrieb waren sie in den 1950er Jahren der Konkurrenz technisch überlegen. Trotzdem konnten sich die MAN Traktoren wie der 4 S 1, mit 50 PS der stärkste MAN Ackerdiesel, am Markt nicht recht durchsetzen, so dass MAN Anfang der 1960er Jahre die Traktorenproduktion zu Gunsten der Lkw-Fertigung einstellte. Heute sind MAN-Traktoren zu recht beliebte und begehrte Sammlerstücke.

Dass dieser Erfolg freilich nicht nur dem idealen Ambiente zuzuschreiben ist, versteht sich von selbst. Die Vielzahl der Exponate und der vertretenen Hersteller dürfte sicherlich der Hauptgrund sein. Angefangen bei den Traktoren der österreichischen Marken Steyr, Lindner und Warchalowski über die der Hersteller Eicher, MAN, Deutz & Co., war hier alles präsent, was in der Oldtimer-Schlepper-Szene Rang und Namen hat. Für Abwechslung sorgten zudem Fahrzeuge von Herstellern, die eher selten auf Oldtimerveranstaltungen anzutreffen sind wie etwa Drexler oder Meili.

Nicht fehlen durfte natürlich ein Fahrzeug-Korso, der den Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung bildete. Dass die Rundfahrt über das Museumsgelände führte und damit ungestört und fern ab vom öffentlichen Straßenverkehr, ist nur einer der Vorzüge des Salzburger Freilichtmuseums als Veranstaltungsort für ein Schlepper-Treffen. So sieht sich hier der Besucher nicht einer geradezu erschlagenden Masse in Reih und Glied aufgestellter Traktoren gegenüber, vielmehr werden die Fahrzeuge in kleinen Gruppen über das Museumsgelände verteilt präsentiert. Ein Besuch auf diesem Treffen gleicht so einem gemütlichen Spaziergang, bei dem man hinter jeder Wegbiegung Neues entdecken kann; das sorgt für Kurzweil und ist weniger ermüdend. Und wer zusätzlich eine kleine „Technik-Pause“ einlegen möchte, der besichtigt einfach eines der historischen Gebäude oder gewinnt bei den zahlreichen Handwerksvorführungen einen Eindruck vom Leben auf dem Land in früherer Zeit. Kurz: Das Oldtimer-Traktorentreffen im Salzburger-Freilichtmuseum ist nicht nur eine Veranstaltung für Technik-Enthusiasten, sondern ein Fest für die ganze Familie.

Quelle: ltm-KE

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