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Die neuen Massey Ferguson MF 8S Traktoren – die Herausforderer

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Artikel eingestellt am:
25.7.2020, 22:32

Quelle:
ltm-ME und ltm-KE, Bilder: AGCO Deutschland GmbH / Massey Ferguson
www.masseyferguson.com

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Massey Ferguson stellt mit der völlig neuen Serie MF 8S, bestehend aus den vier Modellen MF 8S.205, MF 8S.225, MF 8S.245 und MF 8S.265, die Nachfolger der MF 7722 bis MF 7726 Traktoren vor. Mit ihrer feinen technischen Ausstattung und dem sensationell guten Design sind die neuen MF 8S Traktoren mehr als ernstzunehmende Herausforderer im wichtigen Marktsegment von 200 bis 260 PS – auch für die AGCO-Schwestermarken und hier insbesondere Fendt.

Wie bei den bestehenden Massey Ferguson Premium-Baureihen – erkennbar am „S“ in der Serien-Bezeichnung –, wird es die neuen MF 8S Traktoren in den beiden Ausführungen „Efficient“ und „Exclusive“ geben, die sich hinsichtlich der serienmäßigen und optional erhältlichen Ausstattungen unterscheiden. Ebenso besteht die Wahl zwischen Lastschaltgetrieben und Stufenlosgetriebe. Die Markteinführung erfolgt laut Massey Ferguson sukzessive. Konkret sind die MF 8S in der Ausführung „Exclusive“ mit den neuen Lastschaltgetrieben Dyna-7 und Dyna E-Power ab sofort bestellbar, die Auslieferung soll dann ab Oktober (Dyna-7) respektive Dezember 2020 (Dyna E-Power) erfolgen. Anfang 2021 soll dann die Version „Efficient“ mit Lastschaltgetrieben und im weiteren Verlauf des Jahres die MF-8S-Variante mit stufenlosem Dyna-VT-Getriebe folgen. Ach ja: Mit der neuen Traktoren-Baureihe kommt auch eine neue Nomenklatur bei den Typenbezeichnungen mit der vorangestellte Serie – in diesem Fall „8S“ – und darauf durch einen Punkt getrennt folgend die Motor-Maximalleistung. Und nein: Auch wenn die „8“ in der Serienbezeichnung es nahelegen mag, ist eine Erweiterung der Serie MF 8S nach oben – gegebenenfalls als Nachfolger der Serie MF 8700 – laut Massey Ferguson aktuell nicht vorgesehen.

Angetrieben werden die vier neuen Massey Ferguson MF 8S Traktoren von 6-Zylinder-AGCO-Power-Motoren mit 7,4 l Hubraum, die die Abgasnorm der EU Stufe V durch den Einsatz der All-in-One Abgasreinigungstechnologie erfüllen. Die verwendete All-in-One-Lösung umfasst die selektive katalytische Reduktion (SCR) und einen Rußkatalysator (SC), benötigt aber keinen Dieselpartikelfilter (DPF). Die kompakte Einheit wird außerhalb der Motorhaube montiert und verfügt über ein sehr schlankes Auspuffrohr. Nach Unternehmensangaben ist die Lebensdauer der All-in-One-Einheit auf die des Traktors abgestimmt.
Anders als bei anderen Traktoren ist bei den neuen MF 8S die Motorhaube nicht an der Kabine montiert, sondern endet 24 cm entfernt. Diese Design-Besonderheit begeisterte schon beim auf der Agritechnica 2019 präsentierten MF NEXT Traktor Concept; sie in Serie gehen zu sehen noch mehr. Massey Ferguson bezeichnet den Spalt als »Protec-U«-Design, betont allerdings, dass der abgekapselte Motor eine Reihe von technischen Vorzügen hat. So werden weniger Wärme, Lärm und Vibrationen an die Kabine übertragen und die aus der Mitte des Traktors angesaugte Luft soll sauberer sein. Dadurch werde der Hauptluftfilter weniger belastet und die Reinigung des Kühlers soll sich deutlich einfacher gestalten.
Die Maximalleistung bei 1.850 U/min beziffert Massey Ferguson (nach ISO 14396) für den MF 8S.205 mit 151/205 kW/PS, für den MF 8S.225 mit 165/225 kW/PS, für den MF 8S.245 mit 180/245 kW/PS und für den MF 8S.265 mit 195/265 kW/PS. Durch die Motorelektronik EPM lässt sich die Maximalleistung für Transport-, Zapfwellen- und Hydraulikanwendungen jedem Modell nochmals um 20 PS steigern. Das maximale Drehmoment ohne EPM gibt Massey Ferguson bei einer Motordrehzahl von 1.000 bis 1.500 U/min mit 900 Nm für den MF 8S.205, mit 1.000 Nm für den MF 8S.225, mit 1.100 Nm für den MF 8S.245 und mit 1.200 Nm für den MF 8S.265 an, das mit EPM für den MF 8S.205 mit 982 Nm, für den MF 8S.225 mit 1.080 Nm, für den MF 8S.245 mit 1.178 Nm und für den MF 8S.265 mit 1.257 Nm. Die Kombination aus effizienten Motoren, unkomplizierter Abgasnachbehandlung und automatische Ventilspieleinstellung soll den Kraftstoffverbrauch um 10 % senken. Der Dieseltank fasst nach Herstellerangaben 460 l, der AdBlue-Tank 43 l und das Service Intervall beträgt 600 Stunden.

Vorgestellt wurden die MF 8S Traktoren zunächst mit den beiden neuen Lastschaltgetrieben Dyna-7 und Dyna E-Power. Über die genauen Spezifikationen der Serie MF 8S mit stufenlosem Dyna-VT-Getriebe hat Massey Ferguson noch nichts bekannt gegeben. Sobald uns hier mehr Details vorliegen, werden wir zeitnah berichten, in diesem Artikel beschränken wir uns aber auf die zwei Getriebe mit Lastschaltung.
Das neue Dyna-7 ist die einfachere und damit kostengünstigere Variante der beiden Getriebe mit Lastschaltung für die MF 8S und eine Weiterentwicklung des bekannten Dyna-6-Getriebes. Es zeichnet sich nicht nur durch eine zusätzliche Lastschaltstufe aus, sondern soll auch ein weicheres Schalten ermöglichen und bei gleicher Motorleistung im Feldeinsatz 10 % effizienter arbeiten als das Dyna-6. Mit vier mechanischen Gruppen und sieben Lastschaltstufen bietet es insgesamt 28 Vorwärts- und ebensoviele Rückwärtsgänge. Wahlweise ist es mit einer die Gangzahl verdoppelten, zusätzlichen Kriechgruppe mit Geschwindigkeiten nach Herstellerangaben ab 190 m/h bei einer Motordrehzahl von 1.500 U/min verfügbar. Bei der Höchstgeschwindigkeit besteht die Wahl zwischen 40 und 50 km/h, wobei 40 km/h bereits bei einer Motordrehzahl von 1.350 U/min und 50 km/h bei 1.650 U/min erreicht werden. Neben der manuellen Bedienung besteht bei diesem Getriebe selbstverständlich auch die Möglichkeit, die Schaltvorgänge zu automatisieren.
Neue Wege beschreitet Massey Ferguson beim Dyna-E-Power-Doppelkupplungsgetriebe, dessen Name leider etwas unglücklich gewählt wurde, könnte man hier doch vermuten, dass irgendeine Art der elektrischen Leistungsübertragung mit im Spiel ist... Nun, so weit ist es noch nicht, dafür nutzt Massey Ferguson beim Dyna E-Power die Doppelkupplungs-Technologie auch zum Schalten der Gruppen, so dass es sich bei diesem Getriebe, im Gegensatz zum Dyna-7, um ein Volllastschaltgetriebe handelt. Mit seinen sieben Lastschaltstufen und den vier lastschaltbaren Gruppen kommt es insgesamt auf jeweils 28 Gänge vorwärts und rückwärts. Laut Massey Ferguson ist die Gangabstufung des Dyna E-Power mit Halbüberlappungen ideal für Einsätze im Feld und auf der Straße ausgelegt. Besonders fein abgestuft soll das Getriebe im Arbeitsbereich zwischen 5 und 20 km/h mit Geschwindigkeitsunterschieden zwischen den einzelnen Gängen von lediglich 9 % sein. Auch das Dyna E-Power gibt es wahlweise mit 40 oder 50 km/h Endgeschwindigkeit, die bei einer Motordrehzahl von 1.300 U/min (40 km/h) beziehungsweise 1.600 U/min (50 km/h) erreicht wird. Die für das Dyna-7 angebotene Kriechgruppe ist für das Dyna E-Power nicht verfügbar. Die Bedienung des neuen Vollastschaltgetriebes erfolgt entweder manuell über Knöpfe am MultiPad- oder Power Control-Hebel oder vollautomatisch. Im Automatik-Modus kann die Aggressivität und Schnelligkeit der Schaltvorgänge an die Arbeit respektive die aktuellen Bedingungen angepasst werden.
Identisch und komplett ist bei beiden Lastschaltgetrieben die Zapfwellenausstattung mit den vier Drehzahlen 540, 540E, 1000 und 1000E im Heck und einer optionalen 1000er-Frontzapfwelle. Die Zapfwellendrehzahlen der Heckzapfwelle werden natürlich elektronisch vorgewählt und ebenso selbstverständlich gibt es eine Zapfwellen-Bedienmöglichkeit am Kotflügel sowie Zapfwellen-Automatikfunktionen.
Neues gibt es auch – unabhängig vom Getriebe – beim Fahrwerk der MF 8S Traktoren. So soll der verhältnismäßig lange Radstand von 3.050 mm für mehr Stabilität, eine verbesserte Traktion bei der Arbeit mit schweren Anbaugeräten und für bis zu fast 10 % Zugkraft sorgen. Für eine verbesserte Zugkraftübertragung gibt es zudem eine, mit Flansch- oder Steckachsen lieferbare, neue stärkere Hinterachse, an der Reifen bis zu einem Durchmesser von bis zu 2,05 m montiert werden können. Als neue Option wird hier der Trelleborg-Reifen TM1000 PT in der Dimension VF650/75 R42 angeboten. Die mit Reifen bis zur Größe VF600/70 R30 bestückbare Vorderachse ist sowohl beim Efficient als auch beim Exclusive serienmäßig gefedert, verfügt allerdings nur beim Exclusive in Serienausstattung über mitlenkende Kotflügel, die es für den Efficient als Option gibt. Den minimalen Wenderadius beziffert Massy Ferguson mit 5,7 m. Neu bei der ansonsten bekannten Vorderachse ist eine Federungssperre und bei Schleppern in 50-km/h-Ausführung ist diese standardmäßig mit Bremsen ausgerüstet. Stichwort Bremsen: Die Anhänger-Druckluftbremse ist Serienausstattung, eine Druckluftbremse sowie eine hydraulische Anhänger-Bremse inklusive ABS-Steckdose liefert Massey Ferguson für die neuen MF 8S Traktoren auf Wunsch.
Mit einem minimalen Leergewicht in Grundausstattung von laut Massey Ferguson 7.750 kg sind die neuen MF 8S Schlepper sicher nicht allzu schmächtig geraten, bei maximal möglichen 16.000 kg zulässigem Gesamtgewicht verbleibt jedoch eine anständige Nutzlast von 8.250 kg – damit kann der MF 8S rechnerisch mehr huckepack nehmen als er selbst wiegt.

Bei den Vorgängermodellen der MF 8S Traktoren gab es Unterschiede zwischen der (serienmäßigen) Hydraulikausstattung. Da Massey Ferguson bislang nur Daten für die MF-8S-Lastschalt-Versionen veröffentlicht hat, gelten die nachfolgenden Angaben entsprechend nur eingeschränkt für die zukünftigen Stufenlos-Modelle. Die maximale Durchflussmenge der Closed-Centre-Load-Sensing-Pumpe hat Massey Ferguson von 110 l/min auf jetzt 150 l/min nach Herstellerangaben erhöht. Wahlweise ist eine CCLS-Hydraulikpumpe mit laut Massey Ferguson 205 l/min lieferbar, die auch als Eco-Variante angeboten wird, die diese Förderleistung nach Herstellerangaben bereits bei einer Motordrehzahl von 1.650 U/min erreicht beziehungsweise maximal 230 l/min bei Motornenndrehzahl. Im Heck sind beim MF 8S maximal fünf doppeltwirkende Steuergeräte möglich (vier serienmäßig), in der Front bis zu zwei. Die Ausführung der Steuergeräte unterscheidet sich vom gewählten Ausstattungspaket. So handelt es sich beim Exclusive grundsätzlich um elektronische Steuergeräte mit Druckentlastungshebeln an den Kupplungen, während beim Efficient elektronische und mechanische, auf Wunsch auch nur mechanische, Steuergeräte Verwendung finden. Demzufolge sind beim Exclusive alle serienmäßigen Steuergeräte elektronisch, beim Efficient zwei elektronisch und zwei mechanisch. Weitere Abweichungen zwischen Exclusive und Efficient sind der drucklose Rücklauf und die Power-Beyond-Anschlüsse, die beim Exclusive Serien-, beim Efficient hingegen Wunschausstattung sind. Bei beiden Ausstattungspaketen gibt es die Bedienmöglichkeit für ein Steuergerät am Kotflügel und optional eine Frontlader-Vorrüst-Kit inklusive Joystick und elektronischem Steuergerät. Der Heckkraftheber der Kategorie 3 bietet nach Herstellerangaben eine maximale Hubkraft von 10.000 kg – 7 % mehr als bislang. Dass er elektronisch geregelt ist, inklusive Bedienmöglichkeit am Heckkotflügel, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden. Auf Wunsch ist ein Frontkraftheber mit laut Massey Ferguson 4.800 kg Hubkraft verfügbar. Praktisch ist in diesem Zusammenhang, dass Massey Ferguson eine frontseitige ISOBUS-Steckdose als Option anbietet.

Bei der neugestalteten Kabine der MF 8S Traktoren fallen zuerst die riesigen Scheiben ins Auge: Massey Ferguson setzt auf eine 4-Pfosten-Kontruktion mit verhältnismäßig großer Tür sowie serienmäßiger Dachluke und beziffert die Glasfläche mit satten 6,6 m². Das stattliche Innenraumvolumen von nach Unternehmensangaben 3,4 m³ in Kombination mit einem Geräuschpegel, der Massey Ferguson zufolge lediglich 68 dB(A) erreicht – hierfür zeichnet nicht zuletzt das Protec-U-Design verantwortlich – und die Kabinenfederung, beim Efficient mechanisch, beim Exclusiv und optional beim Efficient aktiv mechanisch, machen die neue MF-8S-Kabine zu einem angenehmen Arbeitsplatz. Um dem Motto „Sehen und gesehen werden“ gerecht zu werden, lässt sich die Kabine mit bis zu 16 LED Scheinwerfern ausrüsten. An der Vorderseite der Kabine findet sich eine neue Antennenschiene, die die einfache Montage einer Auswahl von GPS-Empfängern mit bis zu RTK-Präzision erlaubt. Zur Sicherheit und Risikovermeidung wird die Antenne serienmäßig mit einem Schlüssel verriegelt.
In der MF 8S Kabine in der Ausführung Efficient gehört eine Klimaanlage, in der Ausführung Exclusive eine Klimaautomatik mit 14 Auslässen zur Serienausstattung. Wird auf dem automatischen, luftgefederten Rotationssitz, der standardmäßig beheizt ist und über eine seitliche Dämpfung verfügt, Platz genommen, lassen sich die Traktorfunktionen ergonomisch bedienen und kontrollieren. In der Ausführung Exclusiv (sonst optional) ist der Traktorsitz außerdem aus Halbleder und belüftet. Zwar wurde in der Kabine nicht wie beim NEXT-Konzept auf das Lenkrad verzichtet, allerdings existiert kein Armaturenbrett mehr und sämtliche dort üblichen Anzeigen wurden auf das digitale „MF vDisplay“ am rechten Kabinenholm verlagert. Die Anzeige lässt sich durch Scrollen (hierfür befindet sich ein Drehknopf unterm Lenkrad) an die persönlichen Informationsbedürfnisse anpassen. Im Ergebnis stört außer den eigenen Füßen nichts den Blick über und neben die schlanke Motorhaube (die Frontscheibe erstreckt sich bis zum Boden).
Die neue Multifunktionsarmlehne umfasst unter anderem den ISOBUS-kompatiblen MultiPad-Hebel, der seinerseits über einen Mikro-Joystick zur Steuerung von zwei hydraulischen Ventilen verfügt, die Bedienelemente für die Steuergeräte, einen Smartphone-Halter sowie, in der Ausführung Exclusiv respektive als Wunschausstattung, das überarbeitete Datatronic 5 Terminal, das auch zur Anzeige der Bilder der Dachkamera (Exclusiv serienmäßig, Efficient optional) genutzt werden kann. Die überarbeitete Ausführung des ISOBUS-Terminals unterscheidet sich durch ein glänzendes Display und eine neue Benutzerschnittstelle von der 2017er-Version. Als Alternative oder ergänzend lässt sich der neue MF 8S außerdem mit dem ISOBUS-Terminal Fieldstar 5 ausstatten.

Die Ausstattung mit dem Datatronic 5 Terminal empfiehlt sich besonders, wenn die zahlreichen vernetzten Funktionen des neuen MF 8S genutzt werden sollen. Um den Einstieg schmackhaft zu gestalten, ist die MF Connect Telemetrie-Technologie (inklusive einer dreijährigen Abonnementlizenz), mit der Position sowie Daten des Traktors protokolliert werden und Fehler- respektive Warnmeldungen über bevorstehende Serviceanforderungen auf Wunsch verschickt werden, Teil der Serienausstattung. Die gesammelten Daten können an die MF Connect Cloud gesendet werden und bald im MyMF-Portal (dieser Dienst soll demnächst in Großbritannien, Irland, Frankreich und Deutschland verfügbar sein und später in anderen Ländern folgen) angezeigt und verwaltet werden. Eine wesentliche Neuerung gibt es bei der MF-Technologie „MF Section and Rate Control“, die jetzt bis zu 36 Sektionen und fünf Produkte verwalten, die Feldgrenzen aufzeichnen kann und eine automatische Felderkennung bietet.
Die Vernetzung umfasst allerdings eine größere Umgebung als die MF-Cloud: MF Connect ist mit dem agrirouter kompatibel, womit sich die agronomischen Daten mit unterschiedlichen Betriebsmanagement-Programmen nutzen lassen. Im Zusammenhang damit kündigt Massey Ferguson das mit anderen teilnehmenden Herstellern entwickelte Betriebsführungsprogramm „NEXT Machine Management“ an, das Ende 2020 auf den Markt kommen soll. Die Software soll helfen, die gemeinsam genutzten Daten für Precision-Farming-Anwendungen optimal zu nutzen.

Das Design der neuen MF 8S Serie hat es verdient, hierüber mehr Worte zu verlieren als sonst an ähnlicher Stelle üblich. Dabei ist zunächst festzustellen, dass dieses streng genommen nicht neu ist, denn in wesentlichen Punkten wurde es ja bereits mit dem MF NEXT Traktor Concept gezeigt. Angenehm überrascht hat die landtechnikmagazin.de-Redaktion um so mehr die Tatsache, dass dieses mutige, weil in Teilbereichen von aktuellen Formensprachen im Landtechnik-Sektor abweichende Design-Konzept tatsächlich den Sprung in die Serienproduktion schafft. Anders als in vielen ähnlichen Fällen profitiert das Design von den hierfür vorgenommenen Änderungen. Die Farbgebung in den klassischen Massey Ferguson Farben statt der eher monotonen Mondlandungs-Farbpalette der Konzept-Studie unterstreicht beispielsweise gewisse Akzente wie den Säbelstreifen seitlich und die Pferdekopf-Silhouette vorne auf der Motorhaube – beides Reminiszenzen an die bis heute bekannte MF 100 Serie aus den 1970er-Jahren. Schön ist auch, dass Massey Ferguson die Kabine jetzt silbergrau lackiert. So wird noch deutlicher, dass hier das 4-Pfosten-Kabinen-Design mit den charakteristischen großen Türen und der einteiligen großen Frontscheibe der Serie MF 2000 aus den frühen 1980er-Jahren aufgegriffen wurde. Diese Hommage geht soweit, dass selbst das Kabinen-Interieur an einer Stelle an diese Baureihe erinnert: Nimmt man auf dem Sitz des MF 8S Platz und blickt nach vorne oben auf den Dachhimmel, wirkt es, als würde man von vorne außen auf die Kabine eines MF 2000 sehen. Denn wo bei dieser Serie links und rechts außen in den Dachecken prominent jeweils ein runder Arbeitsscheinwerfer saß, befinden sich innen im ansonsten freien Dachhimmel der MF 8S ebenso prominent (gleichfalls runde) Lautsprecher. Chapeau! Mehr als gelungen ist auch die Kombination aus optisch hoch aufragender Kabine, leicht nach vorne geneigter Frontscheibe, großzügiger Glasflächen sowie dem deutlichen Abstand zwischen Motorhaube und Kabine, unterstreichen diese Design-Elemente doch auf den ersten Blick den Charakter der Kabine als Kommandozentrale von der aus man jederzeit alles im Blick und unter Kontrolle hat. In Summe vermittelt das Design der neuen Serie MF 8S Kraft, Souveränität und Eleganz gleichermaßen. Und selten gelingt die Verbindung von Retro-Gestaltungselementen und modernem Design so neue Maßstäbe setzend und perfekt wie hier. Das hat Stil und Klasse.

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