Für großes Interesse sorgte das vor einem knappen Jahr vorgestellte und seit seit Mai 2026 produzierte Lintrac 160 LDrive (siehe Artikel: „Nachfolger des Geotrac 134ep: Lindner stellt neuen stufenlosen Lintrac 160 LDrive vor”).
Neu ist der Lintrac 130 PRO, der mit Powermanagement nach Herstellerangaben 106 /144 kW/PS und ein maximales Drehmoment von 566 Nm bei 1.500 U/min erreicht. Für die Dauerleistung wurden unter anderem das Kühlpaket mit Viscolüfter und der Schwingungsdämpfer zwischen Motor und Getriebe optimiert beziehungsweise verstärkt. Für Langzeiteinsätze ist die TracLink-Kabine ausgelegt: Optional ist eine Luftfederung für die Kabine erhältlich, während ein Komfortsitz die Ergonomie verbessern soll. Die gefederte Vorderachse gehört bei der 50-km/h-Ausführung zur Serienausstattung.
Einen Blick auf die künftige Antriebstechnik gewährte Lindner mit dem Prototypen des Unitrac 122 E. Der erste vollelektrische Transporter des Unternehmens arbeitet mit einem 800-V-System und einer Batteriekapazität von bis zu 190 kWh. Bei einer Nutzlast von 6.000 kg soll damit eine Einsatzzeit von bis zu acht Stunden möglich sein. Damit zielt Lindner auf einen elektrischen Transporter, der sich in bestehende Fahrzeugflotten und deren Einsatzplanung integrieren lässt. Die Markteinführung ist Lindner zufolge für 2028 vorgesehen.
Der direkte Vergleich mit dem dieselbetriebenen Unitrac 122 LDrive war bei den Innovationstagen ebenfalls möglich. Die Testfahrten boten damit einen unmittelbaren Eindruck von den unterschiedlichen Antriebskonzepten.
Zum Abschluss der Lindner-Innovationstage 2026 wurde der Lintrac Supercup erstmals auf dem realen Parcours in zwei Durchgängen ausgetragen. Felix Rauch aus dem Tiroler Oberland setzte sich mit einer Gesamtzeit von 7:57 min durch. Vorjahressieger Dominik Baumann aus Hochfilzen folgte mit 8:37 min vor Leo Rauch aus Roppen mit 9:56 min.
Gefordert waren dabei sowohl virtuelle als auch reale Fahrkünste: Nach der Gamingrunde mussten die Teilnehmenden einen stufenlosen Lintrac über die Schrägfahrt manövrieren, Ladewagen und Mähwerk an- und abhängen und den Traktor schließlich auf einer Wippe mehrere Sekunden lang im Gleichgewicht halten. Die drei Erstplatzierten erhielten TracRent-Gutscheine im Gesamtwert von 5.000 Euro.