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Der beste Trac aller Zeiten: Neuer JCB Fastrac 4000 geht in Serie

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Artikel eingestellt am:
06.11.2014, 7:29

Quelle:
ltm-ME, ltm-KE

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Die auf der Agritechnica 2013 angekündigte JCB Fastrac 4000 Baureihe geht diesen Herbst in Serie. Zum Produktionsstart der neuen Traktoren ermöglichte uns JCB einen genaueren Blick auf die drei neuen Modelle Fastrac 4160, 4190 und 4220, die die bisherigen Modelle Fastrac 2155 und 2170 der Serie 2000 ersetzen. Nach unserer Probefahrt steht für uns eindeutig fest: Mit der Kombination der nach wie vor einzigartigen hydropneumatische Vollfederung, dem stufenlosen Getriebe, 4-Radlenkung und nicht zuletzt der deutlich größeren Kabine mit erheblich verbesserten Sichtverhältnissen sowie dem gelungenen Design ist der neue Fastrac 4000 der beste jemals gebaute Trac-Schlepper.

In der Fastrac 4000 Serie setzt JCB zukünftig auf AGCO POWER Motoren mit 6,6 l Hubraum. Die Nennleistung bei 2.100 U/min beziffert JCB beim Fastrac 4160 mit 118/160 kW/PS, beim 4190 mit 139/189 kW/PS und beim 4220 mit 160/217 kW/PS nach 97/68 EC. Die maximale Leistung bei 1.950 U/min gibt JCB nach 97/68 EC mit 129/175 kW/PS für den 4160, 153/208 kW/PS für den 4190 und 173/235 kW/PS für den 4220 an und das maximale Drehmoment bei 1.450 U/min für den 4160 mit 750 Nm, mit 850 Nm für den 4190 und 950 Nm für den 4220. JCB hat sich nach eigenen Angaben für den Herstellerwechsel entschlossen, da die neuen Motoren leiser sind und die Abgasnorm EU Stufe 4 mit SCR und AdBlue ohne DPF oder EGR erfüllen. Ein weiterer Grund für den Wechsel des Motorherstellers ist laut JCB die gute Zusammenarbeit mit AGCO. So hat das JCB-Service-Personal Zugang zu den AGCO-Motor- und -Getriebe-Tools, so dass Fehler im Bedarfsfall schneller behoben werden können. Das schlanke Design der Motoren und die seitlich unter der Kabine verstaute SCR-Technik ermöglichen wiederum ein schlankes Design der Motorhaube. Der Dieseltank bietet ein Volumen von 400 l, der AdBlue Tank 45 l.

Im neuen Fastrac 4000 verbaut JCB das stufenlose AGCO ML 180 Getriebe, das über ein direkt angeflanschtes Verbindungsstück mit dem Motor zu einer Einheit verblockt ist und für den Einsatz im Fastrac mit einem speziellen JCB-Gehäuse für die Antriebswellen ausgerüstet wurde. Es stehen zwei Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung, 0-33 km/h und 0-60 km/h, die unter 7 km/h während der Fahrt umgeschaltet werden können. Die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h kann laut JCB bei 1.600 U/min erreicht werden, 50 km/h mit weniger als 1.400 U/min. Für ein sicheres Bremsverhalten sollen sowohl außenliegende Scheibenbremsen an allen vier Rädern, als auch optionales ABS und optionale Doppelsattelbremsen sorgen. Mit dem neuen Getriebe führt JCB auch fünf Getriebe-Modi ein: So gibt es für die Straßenfahrt einen Tempomat, der sich entweder beim Fahren speichern oder vorher programmieren lässt, zwei Auto-Modi, bei denen der Fastrac die Motordrehzahl flexibel an die gewählte Geschwindigkeit anpasst, eine Grenzlastregelung, bei der sowohl ein Drehzahlfenster als auch eine Fahrgeschwindigkeit festgelegt werden können und den Flexi-Modus, bei dem Motordrehzahl und Getriebeübersetzung eingestellt werden können, die Geschwindigkeit allerdings vom Fahrer gesteuert wird. Der Tempomat ist in der Geschwindigkeitsstufe H (0-60 km/h) verfügbar, alle anderen Modi nur in L (0-33 km/h).
Der neue Fastrac 4000 bietet vier Heckzapfwellendrehzahlen 540/540E/1000/1000E und optional eine motorangetriebene Zuidberg-Frontzapfwelle mit 1.000 U/min. Für den Kommunaleinsatz bietet JCB zusätzlich die angepasste Variante Fastrac 4000 KOM in oranger Lackierung an, bei der die Frontzapfwelle – passend zu den üblichen Kommunalgeräten – außer-mittig montiert wird.

Für die Hydraulik steht bei den neuen Fastrac 4000 ein 130-l-Vorratstank zur Verfügung und die Axialkolbenpumpe liefert nach Herstellerangaben bis zu 148 l/min an die Kraftheber respektive Steuergeräte. Eine verbesserte Dreipunktaufhängung ermöglicht laut JCB im Heck eine Hubkraft von 6.000 daN beim Fastrac 4160, 7.000 daN beim Fastrac 4190 und 8.000 daN beim Fastrac 4220. Die integrierte Schwingungstilgung des Heckkrafthebers soll Belastungen auch auf angebaute Heckgeräte dämpfen. Die Fronthubkraft des optionalen Frontkrafthebers beziffert JCB mit 3.500 daN. Lieferbar sind die neuen Modelle Fastrac 4160, 4190 und 4220 mit 6 separaten Zusatzsteuergeräten, die laut JCB jeweils eine Durchflussmenge von 100 l/min bieten. Optional ist auch Power Beyond und eine Prioritätsstromregelung bestellbar. Durch die elektronisch geregelten Steuerventile lassen sich sowohl Steuerzeiten als auch die Fördermenge vom Fahrersitz aus einstellen. Die Hydraulikanschlüsse im Heck sind bei den neuen Fastrac 4160, 4190 und 4220 jetzt weiter hinten montiert und damit näher am Anbaugerät, außerdem wurden sie nun als Block und nicht mehr nebeneinander angeordnet.

Serienmäßig wird der Fastrac 4000 mit Vorderradlenkung geliefert, optional lässt er sich mit Quadtronic 4-Rad-Lenkung bestellen. Hat man sich für diese Sonderausrüstung entschieden, stehen fünf verschiedene Lenkarten zur Verfügung, die mit einem extra Wahlschalter in Verbindung mit dem Touchscreen ausgewählt werden: Vorderradlenkung, Allrad-Proportionallenkung, Gleichlauflenkung, verzögerte Allradlenkung und Hundeganglenkung. Bei der Allrad-Proportionallenkung beträgt die Übersetzung Vorderachse/Hinterachse 2:1, das heißt die Vorderachse lenkt bis zu 40°, die Hinterachse proportional dazu bis zu 20°. Bei der Gleichlauflenkung lenken Vorder- und Hinterräder zunächst gleichmäßig bis 20° Lenkeinschlag, anschließend können die Vorderräder weiter bis 40° gelenkt werden. Beim Verzögerungsmodus kann ein Vorderradwinkel vorgewählt werden, ab dem die Hinterräder zu lenken beginnen. Bei der Hundeganglenkung lenken Vorder- und Hinterräder mit gleichem Lenkwinkel in Lenkrichtung bis zu 20°, danach können die Vorderräder weiter bis 40° eingeschlagen werden. Als Wunschausstattung steht auch die Fast Steer Schnell-Lenkung zur Verfügung, mit der die Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag von 4 auf 2 reduziert werden, was schnellere Wendemanöver am Vorgewende ermöglicht. Den Wendekreis mit Reifen der Dimension 540/65 R30 an beiden Achsen beziffert JCB mit 9,8 m. Apropos Reifen: Die neue Fastrac Serie 4000 kann im Vergleich zur Serie 2000 mit größeren Reifen bis zur Dimension 540/65 R34 oder 600/70 R30 an beiden Achsen bestückt werden. Darüber hinaus bietet JCB auch eine asymmetrische Bereifung an mit Reifen der Größe 540/65 R34 an der Vorderachse und 600/70 R30 an der Hinterachse. Ebenso ist eine Pflegebereifung in der Grüße 380/85 R38 lieferbar.

Durch das überarbeitete, torsionssteife Chassis mit Unterzügen konnten die Nutzlasten erhöht werden. Das zulässige Gesamtgewicht des Fastrac 4000 gibt JCB bei allen Modellen (je nach Bereifungstyp) mit 14 t an, das Leergewicht des neuen Fastrac 4000 wird mit 8 bis 8,3 t je nach Ausstattung beziffert. Die Nutzlast des Aufbauraumes hinter der Kabine beträgt nach Herstellerangaben bis zu 4.000 kg. Sowohl für kommunale als auch für landwirtschaftliche Einsätze bietet JCB einen mit den Fastrac Serien 2000 und 3000 kompatiblen 4-Punkt-Aufbaurahmen für den dritten Aufbauraum an.
Nach wie vor einzigartig ist die Vollfederung, die beim Fastrac 4000 jetzt komplett hydropneumatisch arbeitet und an beiden Achsen eine Niveauregulierung bietet. Eine variable Druckeinspeisung und ein Höhenkontrollsystem passen die Federung an verschiedenste Einsätze an und erzeugen so eine gleichmäßige Niveauhöhe und ein kontrolliertes Federungsverhalten. Realisiert wird dies durch ständige Druck- und Ölmengenanpassungen bei verschiedenen Bodenunebenheiten und Lastzuständen. JCB unterstreicht die Stabilitätsverbesserung und den erhöhten Fahrkomfort insbesondere durch die seitliche Nivellierung. Als Wunschausstattung bietet JCB eine doppelt wirkende Federung an, die etwa zum einfacheren Wechsel von Anbaugeräten ein Absenken oder Anheben des Fastrac 4000 ermöglicht, wobei Front und Heck separat eingestellt werden können.

Beim Blick auf den neuen Fastrac 4000 sticht vor allem die komplett neue Kabine ins Auge: Mit 3,5 m³ Kabinenvolumen bietet sie reichlich Platz für den Fahrer und einen vollwertigen Beifahrersitz, dessen Rückenlehne sich für die Mittagspause zum Tisch umklappen lässt; bei Bestellung der optionalen elektrischen Kühlbox unter dem Beifahrersitz gibt es in der Rückseite des Sitzes Vertiefungen für Sandwichbox und Trinkflasche. Den Fahrersitz gibt es in einer Standard- und einer Deluxe-Variante, auf Wunsch auch mit Lederbezügen. Serienmäßig lässt sich der Fahrersitz um 20° nach links und um 50° nach rechts drehen, was beispielsweise das Mähen von Randstreifen im Kommunaleinsatz wesentlich komfortabler macht. Einziger Wermutstropfen der Drehfunktion ist, dass hierfür der Beifahrersitz – um nicht im Weg zu sein – sehr niedrig montiert ist. Hier könnte JCB über eine Höhenverstellung eventuell Abhilfe schaffen. Gerade die Sichtverhältnisse wurden im Vergleich zum Vorgänger wesentlich verbessert, da man durch die insgesamt größeren Glasflächen mit der durchgehenden Frontscheibe, den bis zum Kabinenboden reichenden Glastüren und der sich nach hinten verjüngenden Motorhaube weniger Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Serienmäßig verfügen alle neuen Fastrac 4000 Modelle über eine Klimaautomatik, die hinteren seitlichen Heckfenster und die Heckscheibe lassen sich öffnen. Optional lässt sich der Fastrac 4000 mit einem festen Dachfenster ausstatten, dass die Sicht nach oben auf den Frontlader verbessert. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass im Chassis jetzt ab Werk Bohrungen für die Frontladeraufnahme vorhanden sind. Für die Arbeit bei Dunkelheit kann der Fastrac mit zahlreichen Arbeitsscheinwerfern ausgerüstet werden, zudem gibt es ein LED Zusatzpaket mit 18 Scheinwerfern. Für das Arbeitsende bei Dunkelheit wird der neue Fastrac 4000 mit dem praktischen Coming-Home-Light ausgerüstet, das dafür sorgt, dass die Scheinwerfer nach dem Abstellen des Traktors noch kurz eingeschaltet bleiben. Die Bedienung des Fastrac erfolgt weitgehend über den Joystick sowie über Kipp-, Dreh- und Wippschalter in der Bedienarmlehne am Fahrersitz. Weniger häufig benutzte Funktionen sind über ein Schalterfeld im rechten Kabinen B-Holm zugänglich. Einstellungen werden am verschieb- und schwenkbaren Touchscreen durchgeführt. Hier lassen sich beispielsweise Einstellungen für das Getriebe (Getriebe-Modi), die Quadronic-Allradlenkung, die Niveauregulierung, die Hydraulik (Hub- und Senkgeschwindigkeit Kraftheber, Zeit- und Menge Steuergeräte) sowie das neue Vorgewende-Management (HTA) vornehmen – die hier getroffenen Einstellungen bleiben jetzt auch nach Abstellen des Schleppers erhalten. Im neuen Vorgewende-Management (HTA) können für bis zu fünf unterschiedliche Gerätekombinationen bis zu 15 Steuerbefehle gespeichert werden. Auch die Quadronic-Allradlenkung sowie die Fast Steer Lenkung können in das Vorgewende-Management aufgenommen werden. Das gilt auch für eine GPS-Spurführung, für die JCB optional eine Vorrüstung direkt ab Werk anbietet. Insgesamt sind alle Bedienelemente beim neuen Fastrac 4000 gut erreichbar. Apropos gut erreichbar: Die Kabine lässt sich für einen einfacheren Servicezugang um 30° nach hinten kippen.

Laut JCB wird die Auslieferung der ersten Händler-Vorführmaschinen des Fastrac 4160, 4190 und 4220 im Dezember 2014 erfolgen, Kundenmaschinen werden ab Januar 2015 gebaut.

Autoren: Magdalena EstererKlaus Esterer

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