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Deutz-Fahr erweitert Serie 6 Agrotron um 4-Zylinder 6120, 6130 und 6140

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Artikel eingestellt am:
29.1.2018, 7:29

Quelle:
ltm-ME, Bild 1: ltm-KE, Bilder 2-5: SAME DEUTZ-FAHR DEUTSCHLAND GmbH
www.deutz-fahr.com

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Deutz-Fahr präsentierte auf der Agritechnica 2017 mit den drei neuen 4-Zylinder-Traktoren 6120, 6130 und 6140 eine Erweiterung nach unten der umfangreichen Serie 6 im Leistungsspektrum von 120 bis 130 PS. Neben neuen Stufe-IV-Motoren zeichnen sich die Schlepper durch eine neuentwickelte Vorderachse aus.

Um den Überblick nicht komplett zu verlieren, ist es sinnvoll, sich zuerst das aktuelle Deutz-Fahr-Produktprogramm anzusehen. Die Serie 6 besteht aus sechs 6-Zylinder-Modellen (siehe Artikel: „Große Modellvielfalt bei den neuen Deutz-Fahr Serie 6 Agrotron 6-Zylinder-Traktoren”), die im Frühjahr 2017 durch drei 4-Zylinder-Modelle der Serie 6.4 (siehe Artikel: „Neue 4-Zylinder Traktoren der Serie 6 Agrotron von Deutz-Fahr”) ergänzt wurden. Zur Agritechnica 2017 stellte Deutz-Fahr noch drei 4-Zylinder-Modelle vor (siehe Artikel: „Deutz-Fahr präsentiert neue 4-Zylinder-Modelle der Serie 6 und neue Warrior Sondermodelle”), die allerdings nicht einfach eine kleine Variante der Serie 6.4 darstellen, sondern eher die leistungsgesteigerten Nachfolger der ursprünglichen Serie 5 (siehe Artikel: „Deutz-Fahr stellt neue Serie 5 vor”) sind. Bei der aktuellen Serie 5 (siehe Artikel: „Deutz-Fahr Serie 5 und 5G Kompakttraktoren mit neuen Motoren”) handelt es sich strenggenommen um die Nachfolger der Serie 5C.

So weit, so gut. Die neuen, kompakten Modelle Deutz-Fahr 6120, 6130 und 6140 werden von Deutz-Motoren (TCD 3.6 L04) mit 3,6 l Hubraum angetrieben, die die Abgasnorm der EU Stufe IV/Tier 4f durch den Einsatz von DOC und SCR (6120) respektive DOC, DPF und SCR (6130 & 6140) erfüllen. Die Nennleistung des 6120 beziffert Deutz-Fahr ohne Angabe einer Norm mit 88/120 kW/PS, die des 6130 mit 92/125 kW/PS und die des 6140 mit 95/130 kW/PS. Die Maximalleistung gibt Deutz-Fahr beim 6120 mit 93/126 kW/PS, beim 6130 mit 95/130 kW/PS und beim 6140 mit 100/136 kW/PS an. Für die Traktoren 6130 und 6140 steht außerdem eine Boost-Funktion zur Verfügung, die die Maximalleistung auf 99/135 kW/PS respektive 105/143 kW/PS erhöht. Deutz-Fahr unterstreicht besonders den Drehmomentanstieg von 31 % (6120) respektive 32 % (6130 & 6140). Die Modelle 6120 und 6130 verfügen serienmäßig über einen Viscolüfter, der auf Wunsch auch elektronisch geregelt werden kann – die Serienausstattung des 6140 beinhaltet schon den elektronischen Viscolüfter. Optional ist die per Fußschalter zu aktivierende hydraulische Motorbremse erhältlich, für die Deutz-Fahr 2013 mit einer DLG-Silbermedaille ausgezeichnet wurde. Übrigens sind der 6120, 6130 und 6140 mit einem neuen Kühlsystem ausgerüstet, das leicht zu reinigen sein soll. Den Inhalt des Kraftstofftankes beziffert Deutz-Fahr bei allen drei Modellen mit 185 l, den des AdBlue-Tankes mit 12 l.

Bei der Getriebeausstattung wird deutlich, dass es sich bei den drei neuen Modellen Deutz-Fahr 6120, 6130 und 6140 nicht einfach um kompaktere Versionen der aktuellen Serie-6-Schlepper handelt. Anders als bei den 6-Zylinder-Modellen oder den 4-Zylinder-Traktoren der Serie 6.4 kommen die Getriebe nicht aus dem Hause ZF, sondern stellen SDF-Eigenentwicklungen dar. Die neuen Deutz-Fahr Modelle 6120, 6130 und 6140 können entweder mit einem manuell schaltbaren 5-Gang-Getriebe mit drei Lastschaltstufen (Powershift) oder einem stufenlosen Getriebe (TTV) bestellt werden. In beiden Ausstattungsvarianten beträgt die Höchstgeschwindigkeit (wenn zulässig) 50 km/h oder 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl.
Das Powershift-Getriebe (Modell T5430 beim 6120, T5450 bei 6130 & 6140) beinhaltet 30 Vorwärts- und 30 Rückwärtsgänge, die durch Kriechgang und Superkriechgang verdoppelt werden können. Deutz-Fahr betont, dass das elektrohydraulische Powershift mit fünfstufig vorwählbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) den Fahrtrichtungswechsel ohne Drehmomentunterbrechung und die Stop&Go Funktion das präzise Rangieren auf engstem Raum erlaube. Das ComfortClutch-System ermöglicht den Gangwechsel, ohne das Kupplungspedal zu betätigen.
Das TTV-Getriebe verfügt beim 6120 TTV über 2, beim 6130 über 3 und beim 6140 TTV über 4 elektrohydraulisch schaltbare Geschwindigkeitsbereiche. Auch hier ist das Ansprechverhalten fünfstufig vorwählbar.
Die hydraulische Parkbremse, die elektrohydraulische Allradzuschaltung und die elektrohydraulische Differentialsperren vorne und hinten gehören bei beiden Getriebevarianten zur Serienausstattung. Das Antriebs-Steuerungs-Management (ASM), das Zapfwellen, Allradantrieb und Differenzialsperren automatisch steuert, ist bei den Modellen 6120 TTV, 6130 Powershift/TTV und 6140 Powershift/TTV Serie, für das Modell 6120 Powershift allerdings nicht erhältlich.
Die Powershift-Modelle sind mit einer 4-fach-Zapfwelle ausgestattet (540/540E/1000/1000E), die TTV-Modelle mit einer 3-fach-Zapfwelle (540/540E/1000) und alle Modelle können auf Wunsch mit einer 1000er-Frontzapfwelle bestellt werden.

Für die Hydraulik der neuen 6120, 6130 und 6140 bietet Deutz-Fahr drei verschiedene Pakete an: eine OpenCenter Hydraulik mit 90 l/min Pumpleistung mit bis zu vier mechanischen Steuergeräten und eine LoadSensing-Hydraulik mit wahlweise bis zu vier mechanischen oder bis zu fünf elektrohydraulischen Steuergeräten; der elektronisch gesteuerte Heckkraftheber (EHR) gehört immer zur Serienausstattung. Die Heckhubkraft beträgt nach Herstellerangaben bei den Modellen 6120 und 6130 5.000 kg und kann auf Wunsch durch einen Zusatzhubzylinder auf 7.000 kg gesteigert werden. Der 6140 verfügt von vornherein über 7.000 kg Hubkraft. Optional ist für alle Modelle ein ab Werk integrierter Frontkraftheber (2.880 kg) bestellbar, der zusätzlich mit zwei hydraulischen Zusatzsteuergeräten (Comfortpack) ausgestattet werden kann.

Absolutes Novum der Deutz-Fahr 6120, 6130 und 6140 ist die neue SDF-Vorderachse, die speziell für Traktoren im 120-bis-140-PS-Segment entwickelt wurde. Im 6120 kommt die SDF 2 und in den Modellen 6130 und 6140 die SDF 2.5 zum Einsatz. Für alle Modelle gehört die Vorderachsfederung, mit der sich Komfort und Traktion erhöhen lassen, ebenso wie das SDD Schnelllenksystem, mit dem sich die Lenkradumdrehungen halbieren lassen, zur Zusatzausstattung.
Für die Sicherheit gehört die 4-Radbremse und die selbstnachstellende Hinterradbremse zur Serienausstattung; eine Anhängerbremse (hydraulisch, Druckluft oder beides) ist optional erhältlich.

Bei der Konzeption der Kabine der neuen Deutz-Fahr 6120, 6130 und 6140 stand die Ruhe im Zentrum der Überlegungen, weshalb in Serie Hydro Silent Blöcke zur Lagerung der Kabine zum Einsatz kommen, die nach Unternehmensangaben bis zu 40 % des Lärms und der Vibrationen schlucken. Als Wunschausstattung lassen sich alle Modelle zusätzlich mit mechanischer oder pneumatischer Kabinenfederung ausrüsten. Eine ausstellbare Windschutzscheibe, das Panoramadachfenster und ein 33.600-Lumen-LED-Lichtpaket sind ebenso optional erhältlich wie die Klimaanlage oder die Klimaautomatik. In der Kabine empfängt den Fahrer wahlweise ein mechanisch gefederter, pneumatisch gefederter oder drehbarer, pneumatisch gefederter Sitz. Im Armaturenbrett findet sich das neue InfoCentrePro mit 5-Zoll-LCD-Farbdisplay. Die TTV-Modelle werden mit dem neuen PowerCom S Joystick bedient. Für Precision-Farming-Anwendungen bietet Deutz-Fahr den 8-Zoll-iMonitor an, der am rechten Seitenholm beweglich montiert ist, und überdies den Agrosky Receiver, der alle Precision-Farming-Signale in einem Gerät empfängt.

Autorin: Magdalena Esterer

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